Weichtier des Jahres

Die Jahresaktion „Weichtier des Jahres“ Seit 2003 wurde jährlich ein „Weichtier des Jahres“ gewählt. Der Titel wird von einem Kuratorium vergeben, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Öffentlichkeit über ausgewählte Arten zu informieren und auf diesem Wege molluskenkundliche Themen und Naturschutzprobleme bekannt zu machen. Das „Weichtier des Jahres“ soll dazu einladen, auch die anderen Weichtiere in unserer Umgebung wahrzunehmen und sich ihrer vielfältigen und oft unverzichtbaren Funktionen in unserer Umwelt bewusst zu werden.

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Kontaktadresse:
Deutsche Malakozoologische Gesellschaft (DMG)
c/o Dr. V. Wiese, Haus der Natur – Cismar
Bäderstraße 26
23743 Cismar
Tel. & Fax 04366-1288
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Der Gewöhnliche Tintenfisch (Die Sepie)

Sepia officinalis (Linnaeus 1758)

Das Weichtier des Jahres 2021, der Gewöhnliche Tintenfisch (die Sepie) Sepia officinalis, ist natürlich kein Fisch, wie der Name vermuten lässt, sondern gehört zur höchstentwickelten Klasse der Weichtiere, zu den Kopffüßern (Cephalopoda). In der deutschen Nord- und Ostsee bekommt kaum jemand einen lebenden Tintenfisch zu sehen, seine innere Rückenplatte (Schulp) ist jedoch ein häufiges Strandgut.

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Die Gefleckte Schüsselschnecke

Discus rotundatus (O. F. Müller 1774)

Das Weichtier des Jahres 2020, die Gefleckte Schüsselschnecke, ist eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Landschnecken in Mitteleuropa. Sie lebt in fast jedem Garten, ist allerdings durch ihre Größe von einem halben Zentimeter und die bodennahe Lebensweise unter liegenden Materialien eher unauffällig. Sie ernährt sich überwiegend von Humus, Holzmulm, Algen und Kleinpilzen, so dass sie für Gartenpflanzen keine Gefahr darstellt.

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Die Heideschnecke

Helicella itala (Linnaeus 1758)

Als Weichtier des Jahres 2019 wurde die Heideschnecke (auch „Gemeine Heideschnecke“oder „Westliche Heideschnecke“) gewählt, um darauf aufmerksam zu machen, dass es auch in trockenen Lebensräumen Schnecken gibt. Die Bewohner von Trockenstandorten weisen interessante Anpassungen ihrer Lebensweise auf, um mit der Wärme und dem Wassermangel zurechtzukommen. Heideschnecken werden oft durch Menschen verschleppt. Die Gemeine Heideschnecke Helicella itala ist in Deutschland im Bestand gefährdet, auch ihre Lebensräume werden immer mehr eingeschränkt und zerstört.  

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Die Neptunschecke

Neptunea antiqua (Linnaeus 1758)

Als Weichtier des Jahres 2018 wurde die Neptunschnecke (auch „Neptunshorn“oder „Spindelschnecke“) gewählt, um auf die Bestandsgefährdung vieler Meeresarten aufmerksam zu machen, auch passend zum Themenjahr 2018 „Muscheln und Schnecken“ im Nationalpark Wattenmeer. Die Neptunschnecke ist die größte heimische Meeresschnecke, die Art kann bis zu 20 cm erreichen. Strandwanderer sind über den Fund begeistert, das Gehäuse wird allerdings nur selten angespült.

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Schöne Landdeckelschnecke

Pomatias elegans (O. F. Müller 1774)

Die Schöne Landdeckelschnecke – als Weichtier des Jahres 2017 – zeichnet sich durch zwei auffällige Besonderheiten aus: Zum einen handelt es sich bei diesem bis zu 15 mm großen Tier um die größte in Mitteleuropa lebende Landdeckelschnecke, zum anderen ist sie die einzige einheimische Schnecke, die nicht einfach kriecht, sondern vielmehr recht flott „schreitet“.

 

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Die Große Erbsenmuschel

die markanteste Art der heimischen Erbsenmuscheln

Pisidium amnicum (O. F. Müller 1774)

Erbsenmuscheln sind wenige Millimeter große Vertreter der Familie der Kugelmuscheln. Sie verbringen fast ihr ganzes Leben in den oberen Sedimentschichten der Gewässer. Durch diese Lebensweise sind sie dem direkten Blick weitgehend entzogen. Ökologisch spielen sie eine wichtige Rolle, vor allem als Nahrung, z. B. für Egel, Plattwürmer, Amphibien oder Wasservögel. Als Fischnahrung haben sie besondere Bedeutung, da sie oftmals hohe Individuendichten erreichen. In der Familie der Kugelmuscheln gehören in Europa neben den eigentlichen Kugelmuscheln mit sechs und den Häubchenmuscheln mit zwei Arten allein 25 Vertreter zur artenreichsten Gruppe, den Erbsenmuscheln. Diese können fast alle Gewässertypen besiedeln.

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Die Mantelschnecke

Myxas glutinosa (O. F. Müller 1774)

Als Weichtier des Jahres 2015 wurde die Mantelschnecke gewählt, weil sie eine der vom Aussterben bedrohten heimischen Süßwasserschnecken ist. Sie gehört zur Familie der Schlammschnecken (Lymnaeidae), die in Europa mehr als 20 Arten umfasst. Allerdings sind manche Artabgrenzungen innerhalb der Familie noch nicht geklärt. Die Mantelschnecke unterscheidet sich von den anderen heimischen Süßwasserschnecken dadurch, dass beim ruhig kriechenden Tier der Weichkörper das Gehäuse auch außen bedeckt. Oft ist das Gehäuse sogar vollständig unter den Mantellappen verborgen.

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